Markus Ollig ist Berufspädagoge für Aus- und Weiterbildung und seit über 15 Jahren im HR-Umfeld tätig. Als Senior Strategic Talent Acquisition Manager bei congstar gestaltet er die Talentgewinnung strategisch, innovativ und nachhaltig. Seine Arbeit verbindet fundiertes Wissen über HR-Prozesse, Employer Branding und moderne Kommunikationsstrategien mit einem klaren Fokus auf die Menschen hinter den Bewerbungen und Mitarbeitenden.
Seine berufliche Laufbahn führte ihn durch Stationen bei der Deutschen Telekom AG, adesso SE und congstar GmbH. Diese Erfahrungen ermöglichen ihm, unterschiedliche Organisationsstrukturen, Kulturen und HR-Herausforderungen praxisnah zu verstehen und zu gestalten. Dabei legt er besonderen Wert auf authentische Kommunikation, nachhaltige Personalstrategien und den Aufbau starker Communities.
„Sei nicht der Verwalter des Status Quo, sondern sei der Architekt der Arbeitswelt, in der du selbst arbeiten möchtest.“
Aktuell beschäftigt Markus Ollig besonders der Wandel der Unternehmenspräsenz auf Plattformen wie LinkedIn. Klassische Firmenseiten verlieren zunehmend an organischer Reichweite, während das Prinzip „Menschen folgen Menschen“ stärker in den Vordergrund rückt. Im Fokus steht die Strategie, Mitarbeitende als authentische Markenbotschafter zu etablieren. Dabei korrigiert er den weit verbreiteten Fehler, Recruiting und Branding lediglich über austauschbare Anzeigen zu steuern, statt echten Tiefgang und nachhaltiges Community-Building zu fördern.
Mit Blick auf die Zukunft der Arbeit sieht Markus Ollig KI als Erweiterung menschlicher Arbeit. Der Erfolg hängt 2026 nicht mehr allein davon ab, was Menschen wissen, sondern wie gut sie Ressourcen (Mensch und Maschine) orchestrieren. KI übernimmt Routinetätigkeiten und schafft damit Platz für Kreativität, strategisches Denken und echte Wertschöpfung.
Eine häufige Annahme über HR, die er korrigiert, ist die Vorstellung, HR sei ein reiner „Non-Profit-Bereich“ und strategisch irrelevant. Tatsächlich ist HR das Asset-Management der wertvollsten Ressource eines Unternehmens: Menschen. Bereits kleine Verbesserungen in Employer Branding, Kulturarbeit oder Fluktuationsmanagement sparen Unternehmen unmittelbar sechs- bis siebenstellige Beträge und sichern nachhaltige Skalierbarkeit. HR verhindert Gewinnfresser und ermöglicht echte Leistungssteigerung.
Optimistisch stimmt ihn, dass technologische Entwicklungen monotone Aufgaben übernehmen, wodurch Raum für Kreativität und strategische Entscheidungen entsteht. Gleichzeitig sieht er großen Handlungsbedarf in Unternehmen: Vertrauen muss die neue Standard-Währung werden, Absitzzeit darf nicht länger über Leistung bestimmen, und lebenslanges Lernen muss fest in den Arbeitsalltag integriert werden. HR sollte endlich am „Decision Table“ sitzen und nicht nur gerufen werden, wenn es brennt oder neue Mitarbeitende gesucht werden.
Sein Rat an HR-Verantwortliche ist prägnant und richtungsweisend: Verhalten kommt von Haltung. Wer andere für etwas gewinnen will, sollte zuerst die eigene Haltung reflektieren. Nur so kann HR wirklich zum Architekten der Arbeitswelt werden.


