Claudia Strzelecki ist Diplom-Betriebswirtin (FH) und bringt über 25 Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Branchen und Funktionen mit. Ihre berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zur Hotelfachfrau, gefolgt von mehr als zwei Jahrzehnten in leitender Funktion in der Logistik, wo sie als Teamleiterin in verschiedenen Bereichen und Projekten tätig war. Heute arbeitet sie selbstständig als Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung mit dem Fokus auf BNE und BBNE.
In ihrer Arbeit verbindet sie operative Praxiserfahrung mit einem klaren Blick für systemische Zusammenhänge. Besonders prägend ist dabei ihre Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklung nicht als Zusatzthema verstanden werden darf, sondern als grundlegende Haltung, die unternehmerisches Handeln auf allen Ebenen beeinflusst.
„Nachhaltigkeit ist kein Zusatz; sie ist die Perspektive, durch die wir Arbeit neu betrachten.“
Was sie aktuell besonders beschäftigt, ist die Wahrnehmung von Nachhaltigkeit in Organisationen. Häufig wird sie noch immer als optionales „nice to have“ betrachtet; etwas, das man sich leisten kann, wenn genug Ressourcen vorhanden sind. Gleichzeitig schrecken viele vor der Komplexität des Themas zurück und wissen nicht, wie nachhaltige Prinzipien konkret im Arbeitsalltag umgesetzt werden können.
Genau hier setzt ihre Arbeit an: Sie schafft Verständnis, übersetzt komplexe Zusammenhänge in greifbare Ansätze und unterstützt Organisationen dabei, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil von Lernen, Führung und Zusammenarbeit zu verankern. Für sie bedeutet nachhaltige Entwicklung vor allem, bestehende Inhalte aus einer neuen Perspektive zu betrachten und Verantwortung bewusst in Entscheidungen einzubeziehen.
Mit Blick auf die Zukunft der Arbeit sieht sie eine klare Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Grundhaltung, die alle beruflichen und unternehmerischen Entscheidungen prägt. Digitalisierung und KI können dabei eine unterstützende Rolle einnehmen; insbesondere, wenn sie genutzt werden, um fundierte und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen.
Optimistisch stimmt sie, dass immer mehr HR-Verantwortliche daran arbeiten, lernende Organisationen zu gestalten und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Gleichzeitig sieht sie die Notwendigkeit, dass Unternehmen den notwendigen Raum und die Ressourcen bereitstellen, damit diese Entwicklungen tatsächlich Wirkung entfalten können.
Ihr Rat an HR-Enthusiasten ist klar: Nachhaltigkeit sollte nicht als Einzelmaßnahme verstanden werden, sondern als strategisches Fundament. Wer sie konsequent in Kultur, Führung und HR-Strategie integriert, schafft die Basis für langfristige Zukunftsfähigkeit.

