Martina Reiß begleitet als erfahrene Beraterin und Coach Führungskräfte, HR-Leader und Teams dabei, moderne Zusammenarbeit wirksam zu gestalten. Mit einem Hintergrund als Diplom-Kauffrau sowie als zertifizierte Business & Health Coach bringt sie über 20 Jahre Erfahrung aus unterschiedlichen Unternehmenskontexten mit; von Startups bis hin zu internationalen Organisationen.
Ihre berufliche Laufbahn führte sie unter anderem zu Rocket Internet und Project A, wo sie am Aufbau von Startups und HR-Funktionen beteiligt war. Später übernahm sie bei NU3 die Verantwortung für die Personalleitung und führte ein Team durch Wachstums- und Veränderungsphasen. Heute arbeitet sie als Beraterin und Coach für Unternehmen wie Thermondo, ENGIE, Babbel und Redcare Pharmacy und unterstützt dort insbesondere in den Bereichen Leadership Development, HR-Strategie und Teamentwicklung.
In ihrer täglichen Arbeit erlebt sie immer wieder die Spannungsfelder moderner HR-Arbeit: zwischen Administration und strategischer Gestaltung, zwischen klaren Erwartungen und unklaren Rollen. Besonders das Zusammenspiel zwischen HR und Führung ist aus ihrer Sicht häufig von Missverständnissen geprägt, die sich in der Praxis auf Zusammenarbeit, Entscheidungsfähigkeit und Wirksamkeit auswirken.
„HR ist nicht allein verantwortlich für Kultur; HR ist der Architekt, nicht der alleinige Gestalter.“
Für die Zukunft der Arbeit sieht Martina einen klaren Wandel hin zu mehr Kollaboration, kritischem Denken und kontinuierlicher Anpassungsfähigkeit. Arbeit wird weniger durch reine Aufgabenerfüllung definiert, sondern stärker durch die Fähigkeit, gemeinsam Innovationen zu gestalten und Veränderungen aktiv zu begleiten. Der permanente Wandel wird dabei zur Konstante, die neue Formen von Resilienz, Lernbereitschaft und Agilität erfordert.
Eine häufige Fehlannahme über HR sieht sie in der Vorstellung, dass HR allein für Kultur, Personalentwicklung oder Recruiting verantwortlich sei. Aus ihrer Sicht ist HR vielmehr ein Enabler und Architekt, der Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen schafft, die Umsetzung selbst liegt jedoch im Zusammenspiel verschiedener Stakeholder im Unternehmen.
Optimistisch stimmt sie die hohe Lern- und Veränderungsbereitschaft in vielen Organisationen. Gleichzeitig betont sie, dass diese Dynamik auch Belastung erzeugt und ein stärkeres Bewusstsein für Ressourcen, mentale Gesundheit und nachhaltiges Arbeiten erfordert. Diese Themen müssten aus ihrer Sicht fest im Arbeitsalltag verankert sein und dürften keine Randthemen bleiben.
Ihr Rat an andere HR-Enthusiasten: Das Geschäftsmodell wirklich verstehen und sich konsequent als strategischer Business Partner positionieren, unabhängig von der konkreten Rolle. Nur wer das Unternehmen versteht, kann HR wirksam gestalten.

