Maria Berger begleitet als systemische Coach für Führungskräfte und Teams sowie als Trainerin Menschen dabei, ihre Selbstführung zu stärken und in komplexen Arbeitswelten handlungsfähig zu bleiben. Mit einem Master of Science im Human Resource Management und über 13 Jahren Berufserfahrung verbindet sie HR-Expertise mit einem tiefen Verständnis für menschliche Dynamiken in Organisationen.
Ihre berufliche Laufbahn begann im Recruiting und Talent Development bei Bertrandt, wo sie früh Einblicke in moderne Personal- und Entwicklungsthemen gewann. Heute arbeitet sie zusätzlich als systemische Coach und Co-Dozentin am INeKO und begleitet Führungskräfte dabei, emotionale Kompetenz, Klarheit und Selbststeuerung im Führungsalltag zu entwickeln.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Beobachtung, dass viele Organisationen von hoher Veränderungsdynamik geprägt sind, während gleichzeitig Orientierung, Sicherheit und Sinn für viele Menschen zunehmend wichtiger werden. Führungskräfte erleben dabei häufig eine emotionale Verdichtung im Arbeitsalltag: viel Geschwindigkeit, wenig Raum für Verarbeitung, mit Auswirkungen auf Kommunikation, Zusammenarbeit und Belastung im Team.
„Selbstführung ist der Ausgangspunkt für jede Form von wirksamer Führung.“
Für Maria wird die Zukunft der Arbeit noch dynamischer und stärker digital unterstützt sein, gleichzeitig aber auch deutlich menschlicher werden müssen. KI und Automatisierung übernehmen viele Prozesse, wodurch Kompetenzen wie Selbstführung, emotionale Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit und Beziehungsarbeit entscheidend an Bedeutung gewinnen. Arbeit wird sich stärker daran messen lassen müssen, welche Wirkung entsteht; nicht nur, wie lange oder wo gearbeitet wird.
Eine häufige Fehlannahme über ihr Fachgebiet betrifft sogenannte „weiche Faktoren“. Für sie sind emotionale Kompetenz, Resilienz und Beziehungsgestaltung keine Zusatzthemen, sondern zentrale Zukunftskompetenzen. Sie beeinflussen direkt Leistung, Gesundheit und Innovationsfähigkeit in Organisationen und entscheiden darüber, wie gut Zusammenarbeit in einer komplexen Welt gelingt.
Optimistisch stimmt sie, dass Unternehmen zunehmend erkennen, wie wichtig nicht nur fachliche Expertise, sondern auch bewusste Personalauswahl, gesunde Zusammenarbeit und nachhaltige Führung sind. Gleichzeitig betont sie die Bedeutung von systemischem Denken: Belastung entsteht nicht nur individuell, sondern oft durch Strukturen und Kultur.
Ihr Rat an HR-Enthusiasten: Die eigene Zukunft aktiv gestalten, klare Werte entwickeln und Selbstführung als zentrale Kompetenz verstehen. Denn in einer sich ständig verändernden Arbeitswelt wird nicht nur Fachwissen entscheidend sein, sondern die Fähigkeit, sich selbst immer wieder neu auszurichten.

