Dominik Becker ist Co-Founder und Head of HR-Tech-Beratung mit über 13 Jahren Erfahrung in der IT-Personalberatung und im Aufbau moderner Recruiting-Lösungen. Sein Weg ist geprägt von einem klaren Praxisfokus: von ausgezeichneten Leistungen in der Personalberatung bis hin zur Entwicklung und Etablierung eigener HR-Tech-Lösungen im Mittelstand.
Als Mitgründer von mana HR hat er eine spezialisierte Recruiting-Tech-Lösung aufgebaut, die Unternehmen dabei unterstützt, Talent Acquisition systematisch, datenbasiert und effizient zu gestalten. Gleichzeitig treibt er die Integration von KI in der eigenen Unternehmenspraxis konsequent voran; nicht als theoretisches Konzept, sondern als gelebte Realität in Operations, Sales und Marketing.
In seiner täglichen Arbeit begegnet ihm immer wieder die gleiche Herausforderung: Viele HR-Teams wissen, dass sie sich weiterentwickeln müssen, doch es fehlt an Klarheit, wo sie beginnen sollen. Statt eines durchdachten Systems existieren häufig isolierte Einzelmaßnahmen. Genau hier setzt Dominik mit dem Ziel an, Personalmarketing, Prozessautomatisierung und Analytics so zu verbinden, dass echte Entlastung und messbare Wirkung entstehen.
„Nicht warten, sondern anfangen. Wirkung entsteht im Machen.“
Sein Blick auf die Zukunft der Arbeit ist klar und gleichzeitig radikal: KI wird Jobs nicht primär ersetzen, sondern grundlegend verändern. Besonders prägend ist für ihn die Verschiebung im Suchverhalten von Kandidaten. Immer mehr Jobsuchen starten bereits heute in KI-gestützten Systemen statt klassischen Suchmaschinen. Daraus entsteht eine neue Realität, in der Stellenanzeigen und Karriereseiten zunehmend für KI optimiert werden müssen; nicht mehr nur für den Menschen. Der Recruiting-Prozess selbst wird sich dadurch stark verändern: von automatisierten Vorauswahlen bis hin zu gezielteren, wertvolleren Gesprächen zwischen Menschen.
Auch im Umgang mit KI sieht er eine häufige Fehleinschätzung: Die Technologie werde als unzuverlässig oder generisch wahrgenommen. Dominik Becker stellt klar, dass der entscheidende Unterschied nicht im Tool liegt, sondern in der Anwendung. Wer versteht, wie man KI sinnvoll steuert, mit Kontext versorgt und iterativ verbessert, kann bereits heute qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen. Der Mensch bleibt dabei zentral, als steuernde Instanz im Sinne eines konsequenten Human-in-the-Loop-Ansatzes.
Optimistisch stimmt ihn vor allem die zunehmende Zugänglichkeit von Technologie. Fähigkeiten, die früher Spezialisten vorbehalten waren, werden heute für viele zugänglich. Gleichzeitig sieht er einen klaren Handlungsbedarf in der Haltung gegenüber neuen Technologien. Wer KI nur skeptisch betrachtet oder abwartet, verpasst die Chance, aktiv mitzugestalten und Wettbewerbsvorteile zu nutzen.
Sein Rat an HR-Enthusiasten ist konsequent praxisorientiert. Dominik plädiert dafür, nicht auf den perfekten Zeitpunkt zu warten, sondern direkt ins Handeln zu kommen. Lernen entsteht durch Anwendung, nicht durch Theorie. Gleichzeitig betont er die Bedeutung eines reflektierten Umgangs mit Technologie, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Verantwortung. Für ihn steht fest: KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz. Der Mensch bleibt entscheidend für Urteilsvermögen, Empathie und echte Beziehungen.


