Marlen Kothen verbindet ihre langjährige Erfahrung im Marketing mit einem klaren Blick auf die Herausforderungen moderner HR-Arbeit. Mit einem Bachelor of Science und rund 13 Jahren Berufserfahrung beschäftigt sie sich heute als SEO- und Content Managerin bei HRlab intensiv mit den Themen Mitarbeiterverwaltung, Digitalisierung und der Zukunft von HR-Prozessen.
Durch ihre verschiedenen Stationen im Marketing sowie ihre heutige Tätigkeit im HR-Tech-Umfeld erlebt sie täglich, wie stark HR-Abteilungen zwischen Fachkräftemangel, Bürokratie und wachsendem Veränderungsdruck stehen. Besonders beeindruckt sie dabei, dass die Leidenschaft für die Arbeit mit Menschen trotz dieser Herausforderungen ungebrochen bleibt. Genau daraus entsteht für sie eine zentrale Frage: Wie können HR-Verantwortliche so entlastet werden, dass das Persönliche und die Freude an der Arbeit nicht in administrativen Prozessen verloren gehen?
„Die Technik übernimmt das Was, damit HR sich wieder auf das Wie konzentrieren kann.“
Für Marlen liegt in Digitalisierung und KI vor allem die Chance, HR stärker als strategischen Partner zu positionieren. Automatisierung wird Routineaufgaben und Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren und damit Freiräume schaffen; für Kulturarbeit, echte Zusammenarbeit und mehr zwischenmenschliche Präsenz. Daten und Technologie sollen dabei nicht den Menschen ersetzen, sondern HR ermöglichen, empathischer und wirksamer zu arbeiten.
Eine Annahme hört sie dabei immer wieder: dass KI HR langfristig ersetzen könne. Aus ihrer Sicht wird hier zu kurz gedacht. KI ist kein Ersatz für Empathie, Kommunikation oder menschliche Beziehungen. Vielmehr schafft sie die Möglichkeit, genau diese Fähigkeiten wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Optimistisch stimmt sie vor allem, dass viele Unternehmen bereits mutig neue Wege gehen und moderne Arbeitsmodelle aktiv leben. Vertrauen, Flexibilität und New Work funktionieren aus ihrer Sicht längst nicht mehr nur in der Theorie, sondern zunehmend auch im Alltag. Gleichzeitig sieht sie klaren Veränderungsbedarf: weg von historisch gewachsenen Prozessen und mentaler Bürokratie hin zu moderneren, effizienteren Strukturen. Dafür braucht es nicht nur Offenheit im HR, sondern auch Rückhalt aus der Führungsebene.
Ihr Rat an HR-Enthusiasten: Neugierig bleiben, neue Technologien ausprobieren; aber gleichzeitig kritisch hinterfragen, welchen echten Mehrwert sie im Alltag schaffen. Denn für sie bleibt klar: Die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen ist die wichtigste Ressource, die sich nicht digitalisieren lässt.

